Biografische Notizen

1927 Geboren in München, aufgewachsen in Bad Reichenhall, Oberbayern.
1939 Bei Kriegsbeginn 12-jährige Schülerin des Gymnasiums in Bad Reichenhall. Noch vor Abschluss der Schule Einberufung zum Roten Kreuz.
1945 Hilfskrankenschwester im zum Ausweichkrankenhaus umgestalteten elterlichen Hotel. Dieses wurde in den letzten Kriegstagen durch Bombenangriffe stark beschädigt.
1946 Not-Abitur und Beginn des Studiums an der Universität München im Hauptfach Philosophie. Bei äusserlich prekären Umständen – wie der Grossteil der Stadt auch die Universität eine Ruine, frierende und mangelernährte Studentinnen und Studenten - erlebte ich einen unvergesslichen geistigen Aufbruch. Das auch im Sinne einer politischen Horizonterweiterung nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands.
1950 Doktorat mit einem Thema aus der philosophischen Ethik. Anschliessend Assistentenstelle am Philosophischen Institut der Universität, die jedoch nicht bezahlt war und die ich schliesslich abbrach, weil im damaligen konservativ-katholischen München die akademische Laufbahn für Frauen nicht vorgesehen war.
1950-54   Psychologiestudium mit Staatsdiplom und Ausbildung zur Psychotherapeutin.
1954-56 Aufbau und Leitung der Erziehungsberatungsstellen in Niederbayern mit Hauptsitz in Passau.
1957 Private Psychologische Praxis in München.
1958 Heirat und Übersiedlung in die Schweiz. Zwei Töchter, geboren 1959 und 1961.
1966-80 Dozentin für Psychologie an sozialpädagogischer Fachschule in Bern.
  ab 1978 private Psychotherapeutische Praxis in Burgdorf/BE.
1984 Tod des Ehemannes und 1985 Übersiedlung in die Stadt Bern. Dort Weiterführung der Praxis bis 1998.
1988 Erscheinen des Buches „Ursprünge und Befreiungen. Eine dissidente Kulturtheorie“ im Arche Verlag Zürich.
1992 wird das Werk vom Fischer-Taschenbuchverlag mit dem Untertitel „Die sexistischen Wurzeln der Kultur“ übernommen.
1993 Veröffentlichung des Bildbandes „Von der göttlichen Löwin zum Wahrzeichen männlicher Macht. Ursprung und Wandel grosser Symbole“ im Kreuzverlag Stuttgart/Zürich.
1994 Für die beiden Werke Verleihung des Sachbuchpreises der Stadt Bern.
  Seit den 90er Jahren ausgedehnte Vortragstätigkeit in der Schweiz sowie in Deutschland und Österreich.
1997 Erscheinen von „Gefühl und Urteilskraft. Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft“ im C.H. Beck Verlag München.
2001 Im gleichen Verlag Veröffentlichung der religionsphilosophischen Studie 'Jenseits von Gott und Göttin. Plädoyer für eine spirituelle Ethik'.
2001-06 Mitglied der Nationalen Ethikkommission der Schweiz im Bereich Humanmedizin (NEK). Rücktritt aus Protest gegen das Humanforschungsgesetz, wie es von der Bundesverwaltung entworfen wurde. Darin wurde meiner Meinung nach der Forschungsfreiheit gegenüber dem Schutz der Menschenwürde zuviel Raum gegeben, was ich als Konzession an die Forschungs- und Wirtschaftslobby kritisierte.
2004 Erscheinen des Bildbandes 'Das Gute und das Böse. Die mythologischen Hintergründe des Fundamentalismus in Ost und West' im Kreuzverlag Stuttgart.
2007 Zum 80. Geburtstag erschien die Essaysammlung 'Macht und Moral' im Xanthippe Verlag Zürich.
2008 'Das Böse als Produkt gescheiterter menschlicher Sinnsuche', in: Werner Faulstich, Hrsg: 'Das Böse heute', Wilhelm Fink, München.
   
Zu den biographischen Hintergründen siehe Auszüge aus dem Nachwort zu „Ursprünge und Befreiungen“ 1988 sowie einem Vortrag aus dem Jahr 2008.
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